Pyjamapartys, Sonne und Englisch

Für Stefanie Wobel (21) aus Duisburg war nach dem Abi und vor dem Anglistik-Studium klar: "Ich will meine Englischkenntnisse verbessern.". Mit einer zweiwöchigen Sprachreise nach Malta verwirklichte sie ihren Traum.


Sprachkurse sind in Zeiten der Globalisierung und Internationalisierung sinnvoll - findet auch Sefanie Wobel.

 

„Ich wollte unbedingt meine Sprachkenntnisse verbessern, einige Zeit im Ausland verbringen“, erinnert sie sich an ihre Motivation. Doch ein Aufenthalt als Au-pair oder Freiwillige im Ausland kam für sie nicht in Frage. Zum bestandenen Abitur schenkten ihre Eltern ihr dann den Sprachaufenthalt. „Ich hab mich wahnsinnig gefreut.“

Malta liegt zwar im Mittelmeer, trotzdem wird hier viel Englisch gesprochen – schließlich ist es die zweite Amtssprache. Denn einst, genauer bis 1964, war die kleine Insel Teil des britischen Königreiches. Der Inselstaat bietet sich also an, wenn es darum geht, Englisch zu lernen.

 

Nicht nur an den Strand

Letztes Jahr im August ging es dann für Stefanie Wobel los. An ihren ersten Eindruck von der Stadt St. Julian’s kann sich die 21-Jährige noch gut erinnern: „Es war richtig heiß, die Sonne schien, und ich wollte nur an den Strand.“ Doch erstmal fuhr sie zu ihrer Sprachschule. Dort wartete ein Einstufungstest auf sie. „Der war nicht schwer und diente dazu, dass die Lehrer dein Sprachniveau kennen und du in die richtige Klasse kommst.“

Täglich von neun bis etwa drei Uhr nachmittags wurde gepaukt. „Aber es war anders als in der Schule“, erzählt Stefanie Wobel. Statt Frontalunterricht wurde viel Wert auf Gruppenarbeiten gelegt. „Wir haben auch mit Rollenspielen Dialoge geübt.“ Bei einer Klassenstärke von elf Leuten, die allesamt lernwillig und wissenshungrig waren, eine angenehme Atmosphäre, wie die 21-Jährige findet. Vokabeln, Grammatik und Konversation – auf dem Lehrplan stand alles, was man braucht. Dass der Unterricht auf Englisch stattfindet, war für Stefanie Wobel kein Problem. „Man gewöhnt sich schnell daran und die Lehrer helfen einem, wenn man mal etwas nicht versteht.“

 

Freizeitprogramm

Doch da der Mensch nicht nur Lernen kann, gab es natürlich auch Freizeit. „Die Nachmittage habe ich damit verbracht, an den Strand zu gehen und zu chillen.“ Oder sie nahm an dem Freizeitprogramm der Schule teil, in dem Malta und die Sehenswürdigkeiten gezeigt wurden. „Hier fahren auch die Autos links, man merkt den Einfluss Großbritanniens.“

Auch mit ihren Mitschülern zog sie um die Häuser. Besonders gerne erinnert sich Stefanie Wobel auch an die WG. Denn sie wohnte mit vier weiteren Teilnehmerinnen in einem Apartment. „Das hatte manchmal etwas von einer Pyjamaparty.“ Langweilig wird einem auf Malta nicht. „Ich habe dort viele neue Freunde kennen gelernt und mit einigen stehe ich noch heute in E-Mail-Kontakt.“

 

Gut vorbereitet ins Studium

Der Kontakt zu Einheimischen half ihr außerdem auch, die in der Schule gelernte und erprobte Theorie auch gleich in der Praxis umzusetzen „Es war ein gutes Training, nicht im geschützten Unterrichtsrahmen, sondern quasi in der Realität englische Konversation zu führen.

Die zwei Wochen vergingen, findet sie, viel zu schnell. Mittlerweile studiert Stefanie Wobel Anglistik im ersten Semester. „Ich profitiere auch in meinem Studium davon. Es fällt mir nicht schwer, Seminaren zu folgen, die auf Englisch gehalten werden, weil ich das bereits von meinem Sprachkurs kenne.“

 

Quelle: http://www.abi.de/schule_beruf/sprachkurse/reportage-malta06069.htm

 

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